10 Schritte Checkpoint-System – zur Motivation und Ruhe

10 Schritte Checkpoint-System – zur Motivation und Ruhe

Ein Checkpoint ist ein Impuls / Auslöser für gemachte Erfahrungen. Diese treten meist in emotionaler Form auf.
Als Beispiel:
Sie sehen im Schaufenster eines Modehauses ein rotes Damenkleid. Dieses erinnert Sie an ein ähnliches Kleidungsstück Ihrer Mutter. Vielleicht haben Sie dann den Duft ihres Parfums in der Nase, den Klang ihrer Stimme im Ohr oder erinnern sich an eine bestimmte Situation. Sofort erfüllt Sie dann ein geborgenes Gefühl.
Mit diesem Wissen können Sie im Alltag bewusst Checkpoints platzieren und sich somit voran bringen.

Diese Technik kann verblüffend einfach in den Alltag integriert werden und ermöglicht es jeder Person Kraftreserven zu mobilisieren. Ein Stimmungstief, Motivationsverlust und Antriebslosigkeit kann so überwunden werden. Nutzen Sie das Wissen über diesen Trick sowohl während der Arbeit als auch in Ihrem privaten Umfeld.

Checkpoint-Typen:

 

– Visueller Checkpoint

o Bild
o Symbol
o Farbe
o Form

– Auditiver Checkpoint

o Geräusch
o Klang
o Wort
o Stimme

– Kinästhetischer Checkpoint

o Bewegung
o Geste
o Körperhaltung

– Gustatorischer Checkpoint

o Geschmack

– Olfaktorischer Checkpoint

o Geruch

 

1. Vorbereitung
Machen Sie es sich bequem, ziehen Sie sich an einen Ort zurück, an dem Sie nicht gestört werden.

2. Ist-Zustand
Wählen Sie eine konkrete, aktuelle Situation aus, für die Sie eine Veränderung wünschen / in der Sie anders reagieren möchten. Bennen Sie danach jene Eigenschaft , die Ihnen zurzeit fehlt. Z. B. Mut, Humor, Kreativität.

3. Vergangene Erfahrungen als Basis
Finden Sie nun drei Situationen aus Ihrer Vergangenheit, in denen Ihnen genau jene nun fehlende Ressource zur Verfügung stand, in der Sie also Mut bewiesen haben, humorvoll waren oder vor Kreativität nur so sprühten.

4. Sinnvolle Selektion
Wählen Sie nun diejenige Situation aus, in der die Eigenschaft am klarsten und intensivsten vorhanden war.

5. Auswahl Ihres Checkpoints
Überlegen Sie nun, wo Sie den kinästhetischen Checkpoint setzen wollen, wo also die positive Erinnerung platziert werden soll. Dazu suchen Sie sich eine Körperstelle aus, die im Alltag gut und unauffällig erreichbar ist.

Kinästhetische Checkpoints können sein:

o Umfassen der Handgelenke
o Zusammenführen einzelner Finger
o Druck auf einen Knöchel usw.

Prüfen Sie, ob die gewählte Stelle womöglich schon „belegt“ ist, indem Sie sie drücken.
Sind dort Erinnerungen verknüpft, tauchen diese nun auf.

Es ist jetzt und bei den folgenden Schritten wichtig, darauf zu achten, dass die Intensität des Drucks immer gleich ist. So ist das Ergebnis im gleichen Umfang abrufbar.

6. Visualisieren
Gehen Sie in Ihrer Erinnerung in die Situation, in der Ihnen die gewünschte Ressource zur Verfügung stand. Holen Sie sich die einzelnen Sinneserfahrungen im Detail in die Gegenwart, tauchen Sie ganz in die Erinnerung ein.

Sehen Sie, was es in der Situation zu sehen gab, lassen Sie die Bilder vor dem inneren Auge heraufziehen. Wenn Ihnen das anfangs schwer fällt, blicken Sie nach oben, dann kommen die Bilder von selbst. Hören Sie auf die Geräusche der damaligen Situation, denken Sie an die Gerüche und gegebenenfalls an den Geschmack.

Kosten Sie alle Sinneseindrücke voll aus. Spüren Sie auch nochmal alle dazu gehörigen Gefühle. Nehmen Sie sich Zeit, um wieder ganz und intensiv in das Erlebnis einzusteigen.
Durch das Wiedererleben verbinden Sie die Sinneserfahrung ganz bewusst mit der von Ihnen ausgewählten Ressource, die Sie verknüpfen wollen.

7. Kontrast
Kurz nachdem die Empfindungen auf einem Höhepunkt angekommen sind, verändern Sie Ihre Körperhaltung und Ihre Position im Raum. Unterbrechen Sie bewusst den Prozess.
Man spricht hierbei von einem Separator.

8. Wiederholung
Wiederholen Sie den sechsten Schritt und holen Sie sich alle Eindrücke ganz plastisch aus der Erinnerung in die Gegenwart. Lassen Sie wieder alles ganz stark werden. Kurz, bevor die Empfindungen ihr Maximum erreicht haben, drücken Sie die im fünften Schritt ausgewählte Körperstellen – definieren Sie Ihren Checkpoint.

9. Lösen
Gehen Sie nun wieder ganz bewusst aus dem Erlebnis heraus. Denken Sie an etwas anderes.

10. Abschluss
Testen Sie die Wirkung Ihres Checkpoints, indem Sie ihn feuern. Drücken Sie die Körperstelle mit dem gleichen Druck und der gleichen Dauer wie im achten Schritt.

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